Crypt-Chip soll Raubkopierer stoppen (!?!)

Nolan Bushnell, Gründer der US-amerikanische Unterhaltungselektronikfirma Atari, gab diese Woche bekannt, dass in naher Zukunft ein, mit starker Verschlüsselung ausgestatteter Superchip die gesamte Subkultur der Raubkopierer arbeitslos machen werde.

Seiner Meinung nach seien Raubkopien das kritischste Problem der PC-Spiele-Branche und er habe schon etliche Unternehmen an der hohen Duplikatsrate ihrer Produkte scheitern gesehen.

Originalton:

„There is a stealth encryption chip called a TPM that is going on the motherboards of most of the computers that are coming out now“

Was sich hier liest wie ein nachträglicher Aprilscherz, könnte ja vielleicht wirklich als solcher gedacht gewesen sein. Denn hatten wir die Diskussion um Zwangs-TPM nicht bereits vor Jahren? Kein Hersteller von Mainboards oder Notebooks wollte oder durfte seine Kunden zur Nutzung des Trusted Computing Platform – Chips zwingen. Heute ist TPM (wie wir es bisher kennen) eine, vornehmlich in Business-Notebooks verbaute, Spielerei, die höchst wahrscheinlich von weniger als einem Prozent der Nutzerschaft verwendet wird.

Was treibt Herrn Bushnell nun zu einem solchen Vorstoß? TPM ist tot und wird tot bleiben. Der Konsument entscheidet immer noch selbst, welche Hardware er kauft und ein Motherboard mit Zwangs-TPM kommt mir, wie vielen anderen Computerenthusiasten nicht mehr ins Haus.

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